Schon lange wollte ich ins UNESCO Tektonikareal Sardona. Man findet dort so atemberaubende Täler, Seen und viele Wasserfälle. Vorab möchte ich sagen, dass dies nur ein erster Ausflug von vielen in das Gebiet war, einfach, weil man über so viel Schönes schreiben und berichten kann: das Calfeisental mit dem wunderschönen Gigerwaldsee, das Weißtannental mit seinen unzähligen Wasserfällen, den Piz Sardona, den Sardonagletscher und nicht zuletzt natürlich die geologischen Phänomene, die es in der Tektonikarena zu bestaunen gibt.
Starten wir also heute mit dem Calfeisental und dem Gigerwaldsee.
Über Bad Ragaz geht es in Richtung Pfäfers und dann Vättis. Je nachdem von wo man startet, ist Bad Ragaz über Chur oder Sargans gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Die Strasse in Richtung Pfäfers entführt einen so langsam in eine wunderschöne, naturbelassene Bergwelt. Man kann sich nur zu gut vorstellen, wie Steinböcke auf ihrem Weg die teils sehr steilen Felswände hinauf klettern und überall die Vielfältigkeit der alpinen Flora zu entdecken ist. Mittlerweile sind wir in einem Gebiet angekommen, an denen die Gipfel in 3000m Höhe liegen.

Das Calfeisental ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Es ist möglich, mit dem Auto den Gigerwaldsee und dessen sehr imposante Staumauer zu passieren. Da man hier auf eine Fahrbahnverengung am See entlang trifft, wird der Verkehr im Tunnel je nach Uhrzeit blockmässig abgefertigt. Das ermöglicht dem Besucher, ungefähr 20 Minuten die Aussicht an der Staumauer zu geniessen. Eingebettet zwischen thronenden Felswänden kann man eine wahrhaft malerische Landschaft entdecken: Hinter der Staumauer liegt auf der einen Seite der Gigerwaldsee, auf der anderen der eben zurückgelegte Weg aus dem Rheintal heraus.
Blick ins Tal von der Staumauer Blick über den See
Der Gigerwaldsee ist mit 3 km Länge der grösste See, der ausschliesslich auf St. Galler Boden liegt. Er hat eine Tiefe von ca 137 m und liegt auf 1335 m.ü.M.
1976 wurde die Tamina zum Gigerwaldsee mithilfe einer Bogenstaumauer gestaut. Diese Mauer ist 147 m hoch. Am Ende des Sees liegt St. Martin. Ich entscheide mich dazu, ab der staumauer mein Auto stehen zu lassen und den Weg bis dahin zu Fuß zu gehen.
Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt führt der Weg direkt am See entlang und besteht zum Großteil aus Tunneln. Im Sonnenlicht glitzern die vielen kleinen Wasserfälle auf ihrem Weg über die felsigen Gipfel. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, einer, in der es Feen und Riesen und Kobolde gibt und als ob einer von denen im nächsten Moment von irgendwoher auftaucht.
Der Weg selbst ist nicht anstrengend und sehr gut ausgebaut. Er ist sogar rollstuhltauglich! Nach knapp 50 Minuten erreicht man St. M